Irland & Norwegen 2008

Irland & Norwegen 2008

Willkommen in unserem kleinen Urlaubstagebuch.

Vom 21.08.08 bis 31.08.08 stellen wir hier täglich unsere Urlaubserlebnisse ein.

Postkarten waren mal – Wireless Internet via Satellit auf See direkt aus der Schiffskabine 1003 der Celebrity Century – das ist heute! :-)

Viel Spaß wünschen

Julia & Christian

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Bergen

Hej*,

heute melden wir uns von der letzten Station unserer Kreuzfahrt, der norwegischen Stadt Bergen, bevor die Reise mit einem Tag auf See morgen zu Ende geht. Der morgige Eintrag wird daher hauptsächlich aus Fotos und Infos zum Schiff bestehen. Das Wetter hat uns heute mal wieder nicht im Stich gelassen und uns einen trockenen Tag beschert. Nach einem Spaziergang über den Fischmarkt und durch die Stadt, haben wir uns wieder in eine Sightseeing-Bimmelbahn gesetzt und uns durch die Stadt und die an den Hängen gelegenen Stadtteile kutschieren lassen. Auf dieser Tour haben wir die Fløibanen entdeckt, eine Standseilbahn die auf den Berg Fløyen (320 m) fährt. Nach der Sightseeing-Rundfahrt ging es dann auch für uns auf diesen Berg. Schon die steile Auffahrt in den modernen Zügen ist das Geld wert. Oben angekommen hat man eine hervorragende Übersicht über die Stadt und einen tollen Blick auf das Wasser und die umliegende Berglandschaft.

Bis morgen!

* Hej = Hallo auf norwegisch

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Flåm

Fjord Safari in Flåm!

Hallo aus Flåm!

Während ich diese Zeilen schreibe, bewegt sich das Schiff den Sogneford herauf in Richtung Nordsee. Ein faszinierender Tag in Norwegens spektakulärer Landschaft liegt hinter uns. Leider können Bilder diese Eindrücke nur bedingt vermitteln (so oft ich mir auf dieser Reise ein Teleobjektiv gewünscht hätte – heute hätte es ein Weitwinkel sein müssen!). Nach dem Frühstück an Bord haben wir eine 45-minütige Rundfahrt durch Flåm gemacht. In einer Bimmelbahn auf Rädern (die, die auf der Straße und in Freizeitparks fahren – gibt‘s dafür einen bestimmten Namen?) wurden wir durch das 350-Leute-Dorf gefahren. Dafür hatten wir uns spontan entschieden, da bis zu den eigentlichen Aktivitäten des Tages noch etwas Zeit war. Später viel uns dann die Entscheidung des weiteren Tagesablaufs nicht leicht. Mit der Fähre nach Gudvangen und mit dem Bus zurück, wäre eine Möglichkeit gewesen. Wir haben uns dann aber doch für die „Fjord Safari“ entschieden. In quietsch orange-gelben Overalls und mit Skibrillen und Mützen ausgestattet, ging es dann gut 1,5 Stunden mit einem 310PS-Schlauchboot mit 40 Knoten durch den Fjord. Trotz etwas Regen ein tolles Erlebnis!

God Nat!

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Ålesund

Ein herzliches „God Dag!“ vom nördlichsten Punkt unserer Reise: Ålesund. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Pünktlich zur Einfahrt in den Hafen von Ålesund standen wir um 7:45 Uhr an Deck und genossen den Sonnenaufgang in atemberaubender Kulisse. Das ist Mittelerde ohne Phantasy-Quatsch – Natur pur.
 Unser Frühstück nahmen wir heute auf dem hinteren Deck draußen zu uns. Lachs, Crossaints und Rührei, dazu die Sicht auf die Stadt. Im Gegensatz zu den vorherigen Städten, liegt die Century heute direkt am Zentrum. Nicht Frodo begrüßte uns am Ausgang des Schiffes, sondern zwei Mitglieder der Schiffsbesatzung augenscheinlich südländischer Herkunft in Wikinger Montur. Wenn das nicht organisiert war: Von den Wikingern festgehalten und vom Schiffsfotografen geknipst. Bilder die man fast kaufen würde, wenn sie nicht so teuer wären. Nachdem wir eine Runde herumspaziert sind, haben wir uns auf den Weg Richtung Aussichtspunkt gemacht. Die 418 Stufen lohnen sich auf jeden Fall. Ist man oben angekommen, hat man einen hervorragenden Blick über die Stadt und die See. Das Wetter war heute norwegisch schön: Bewölkt aber ohne Regen. Durchgeschwitzt ging es dann noch eine Runde durch die Stadt und über ein kleines Stadtfest zurück zum Schiff. Bisher kennengelernt haben wir leider auf dem Schiff niemanden so richtig. Dafür hatten wir netten Kontakt mit Peter, einem Kellner, der irgendwie ein bisschen anders ist als die anderen Kellner und der festgestellt hat, dass wir etwas anders sind als die anderen Gäste. Kann ja nicht jeder erst mit 60 Jahren die erste Kreuzfahrt machen, oder?

Bis morgen aus Flam! God Nat!

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Belfast

Mit einem Tag Verspätung melden wir uns heute live von See, irgendwo zwischen Irland und Norwegen. Während wir gestern Nachmittag noch die Sonne auf Deck genießen durften, wurde die See gegen Abend ziemlich unruhig und sorgte für ausgiebige WC-Aufenthalte, zumindest bei Christian. Schön dass es für diesen Fall kostenlose Tabletten an Bord gibt. Die haben auch geholfen, allerdings war die Freude am bloggen erstmal verflogen. Übelkeit ist eben eine extreme Spaßbremse. Weniger ausgiebig war unser Aufenthalt in Belfast. Das Wetter war zwar nur mäßig schlecht, Julia ging es aber nicht so gut und besonders viel zu sehen gab es auch nicht. Die Stadt ist in der Tat gezeichnet von ihrer Vergangenheit. Andererseits stechen neben heruntergekommenen Gebäuden moderne Geschäfte und Boutiquen heraus, die denen in anderen europäischen Städten in nichts nachstehen. Ebenfalls herausgestochen ist das Plakat, das auf dem ersten Bild des Beitrags zu sehen ist. Wir haben es aus dem Shuttlebus fotografiert. Dieser wurde uns heute freundlicherweise kostenlos von der Stadt Belfast zur Verfügung gestellt (man freut sich wohl über jeden Besucher). Irgendwie passt das Bild zur Vergangenheit Nordirlands. Oder es ist nur ein Beispiel dafür, dass man sieht, was man sehen möchte. Der heutige Tag auf See ist eher mau. Uns ist wieder leicht übel und es ist trotz ausliegender Decken zu kalt und windig um sich gemütlich auf‘s Deck zu legen. Umso mehr freuen wir uns auf die nächsten Tage in Norwegen: Alesund und Flam sind für uns die Höhepunkte der Reise.

Bis dahin

Christian und Julia

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Dublin

Fish‘n‘Chips in Dublin

Ahoi! Wenn ein mittelgroßes Schiff in großen Wellen ein bisschen schaukelt, dann schaukelt ein großes Schiff in mittelgroßen Wellen stark. So ähnlich muss man sich das wohl vorstellen. Zumindest hält es als Erklärung für die doch nicht unerheblich vorhandene Übelkeit der gestrigen Nacht her. Außerdem ist uns klar geworden, dass wir unserem günstigen Reisepreis entsprechend in der ungünstigsten Kabine untergebracht wurden, nämlich ganz vorne – da schaukelt es tatsächlich am schlimmsten. Unser Insider-Tipp für alle „Kreuzfahrt-Nachahmer“: Versucht eine Kabine in der Schiffsmitte zu bekommen, das ist deutlich entspannter! Nun, für all das kann Dublin natürlich nichts. Im Gegenteil – als Belohnung der letzten Nacht erstrahlte Dublin heute im schönsten Sonnenschein (Restwolken werden vom regengeplagten Iren gerne verschwiegen). 

Mit dem Shuttlebus für 15 $ pro Person wurden wir vom Hafen in die Stadtmitte gebracht. Im Gegensatz zu Cork ist Dublin (wer hätte es gedacht) großstädtischer und damit auch weniger „irisch“. Die meisten Geschäfte hatten zu unserer Überraschung auch heute am Sonntag geöffnet. In einer Apotheke sind wir dann mit unseren Englischkenntnissen an unsere Grenzen geraten. Aber wer kann schon „Schleimlöser“ auf Englisch übersetzen? Die Innenstadt von Dublin ist modern und auch sonntags sehr belebt aber nicht überfüllt. Der „St. Stephens Green“-Stadtpark ist zwar nicht so groß wie der Englische Garten in München, dafür aber genauso unenglisch.

Faszinierend ist das neue Wahrzeichen Dublins: The Spire. Ein 120 Meter hoher und nur wenige Meter breiter Mast, der von einer Straßenkreuzung aus in den Himmel ragt. Mit einem Besuch bei Leo Burdocks Traditional Fish‘n‘Chips (hey, laut Marco Polo ein Insidertipp!) haben wir unseren Dublin-Aufenthalt abgerundet und uns wieder auf den Weg zum Shuttlebus gemacht.
Unser Insider-Tipp: Einmal Fish‘n‘Chips im Leben ist okay. Zwei mal ist zuviel. Wer an dieser Stelle historische Informationen über Land, Leute und Bauten erwartet hat, den müssen wir leider enttäuschen. Wir haben bisher weder Sightseeing-Bustouren mitgemacht noch Stunden in Kirchen oder Museen verbracht. Stattdessen erleben wir die Städte, die Leute und das Leben. Jahreszahlen kann am im Reiseführer auch bei Hugendubel nachschlagen.

Gute Nacht und bis morgen – aus Belfast!

P.S.: DVD-Tipp: ONCE. Gedreht in Dublin. Musik geschrieben und gespielt vom begnadeten Glen Hansard und Marketa Irglova, die zugleich die Hauptrollen im Film spielen. Und: Einer der wenigen Liebesfilme ohne Kuss.

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Cobh/Cork – Irland

Nach einem sonnigen Tag  und einer ziemlich wackeligen Nacht auf See sind wir heute am Hafen von Cobh/Cork in Irland angekommen. Das Wetter ist typisch für die Region: Bewölkt bei leichtem Sprühregen. Cork ist eine nette Stadt, die allerdings nicht viel bietet was man unbedingt fotografiert haben müsste. Da der Hafen von Cork eigentlich näher an Cobh als an Cork liegt, muss man eine halbstündige Zugfahrt auf Irlands schrottigem Schienennetz bewältigen um in die Stadt zu kommen. Wir werden jetzt noch ein wenig essen und dann die Abfahrt in Regenjacken genießen.

Bis morgen – Live aus Dublin!

P.S.: Obwohl wir noch kein einziges Mal am Captain‘s Dinner teilgenommen haben, waren wir Kapitän Patagonis (Pythagoras, Pangasius ?) beim dinieren näher als die meisten der feinen Damen und Herren im Grand Restaurant, denn die Crew bevorzugt wie wir im Islands Cafe zu speisen.

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Amsterdam

We are Amsterdam !?

Halt. Dieser Wortwitz funktioniert wohl nur in der ersten Person. „I amsterdam“ oder auch „I am amsterdam“. Diese Aufschrift eines großen Plakats des Passenger Terminals Amsterdam verwirrt uns, schließlich wissen wir seit der Kampagne der Bundesrepublik, dass wir doch schon Deutschland sind. Ist auch ganz egal, denn eines sind wir auf jeden Fall: Gut angekommen auf der Celebrity Century, die mit ihrer mächtigen Größe im Amsterdamer Hafen liegt. Pünktlich um 8:50 Uhr ist unser Flieger am Flughafen Schiphol gelandet. Die Kofferausgabe wurde dann zum ersten Erlebnis. Außer uns beiden war keiner der anderen etwa 120 Passagiere unseres Fluges am Kofferlaufband Nr. 8.  Nach 20 Minuten kamen dann auch die Koffer. Und zwar genau zwei Stück …. unsere beiden. Schon am Flughafen wurden wir von Mitarbeitern der Reederei begrüßt und in Richtung Bus-Transfer geführt. Als sich dann herausstellte, dass wir keine Transfergutscheine hatten, wurde uns nahegelegt den Zug zu nehmen und den restlichen Weg vom Bahnhof zu Fuß zu gehen. Das sei billiger und außerdem: „You are young – you can walk“. Stimmt. Wenn man uns mit den anderen Ankömmlingen vergleicht, mag da durchaus was dran sein. Der restliche Tag war ganz gemütlich. Ein wenig Essen und Trinken und das Schiff erkunden. Die Century ist wirklich schön und das Personal ausgesprochen freundlich und zuvorkommend. Der Altersdurchschnitt auf dem Schiff liegt natürlich deutlich über unserem Alter, aber wir sind nicht die einzigen jungen Leute und fühlen uns trotzdem wohl. Heute Abend geht es dann in Richtung Cork/Irland, wo wir übermorgen Vormittag ankommen werden.

Liebe Grüße von der Nordsee,

Julia & Christian

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